Wetter-Statistik im Juli

"Heuert" oder "Heumonat" nannte man früher den Juli, weil dann das Gras geschnitten wurde: "Zu Kilian (8. Juli) schneid't jedermann". Heutzutage mähen die Bauern dagegen schon im Juni die Wiesen. Der zweite Wiesenschnitt, die Grummet-Ernte, ist dann im August fällig. Damit das Gras bis dahin wächst, ist gegen gelegentlichen Regen nichts einzuwenden. Im Juli muß man damit an 15 bis 18 Tagen rechnen; meist ist es kein Dauerregen, sondern Gewitter.

Da die Gewittertätigkeit in diesem Monat am stärksten ist, erreicht auch der Hagel seine größte Intensität. Er muß ja nicht gleich die Größe von Tennisbällen annehmen, wie bei dem Jahrhundertschaden in Südbayern am 12. Juli 1984. Damals wurden zwei Menschen von diesen Eisbomben erschlagen.

Noch ein Rekord: Am 5.7.2015 zeigte das Thermometer in Kitzingen 40,3 Grad Celsius an. Andererseits kann die Höchsttemperatur auch nur 7 Grad betragen, wie in Bad Reichenhall am 8.7.1954. Die 30 Grad-Marke wird ein- bis zweimal, auf den Nordseeinseln dagegen nur äußerst selten überschritten.

Nachts bewegt sich das Quecksilber zwischen 10 und 14 Grad, es kann aber auch bis knapp über den Gefrierpunkt absinken, wie in Bayreuth am 7.7.1964 mit 0,8 Grad.